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Kunstprojekt „Krähe“

Ein Kooperationsprojekt des Pädagogischen Fachseminars Karlsruhe mit der Friedrich-Ebert-Grundschule anlässlich des 300. Stadtgeburtstages


Der Bürgerverein des Stadtteils Grünwinkel entwickelte über seine historische Dorfbezeichnung „Kreenwinkel“ – wegen der vielen Krähen, die es dort gab – die Idee, Krähenskulpturen im gesamten Stadtteil zu platzieren. Die 34 Krähen sollten natürlich vielfältig künstlerisch gestaltet sein und in möglichst bunten, leuchtenden Farben erstrahlen. Eine öffentliche Prämierung der schönsten Krähen auf dem Robert-Sinner-Platz war als Anreiz in Aussicht gestellt.

Vereine, Firmen, Kindergärten und Schulen machten sich an die Arbeit, die 1,60 m großen Vögel fantasievoll zu gestalten, so auch die Schüler und Schülerinnen der 4b aus der Friedrich-Ebert-Grundschule in Zusammenarbeit mit den Fachlehreranwärterinnen der Schulpraxisgruppe Kunst des Pädagogischen Fachseminars Karlsruhe.

Den Zeitrahmen bot dazu die themenorientierte Ausbildung des Seminars, welche u.a. die Leitperspektiven des Neuen Bildungsplans vermittelt. Eine der allgemeinen Leitperspektiven, „die Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ beinhaltet kulturelle Ausdrucksformen in der Kunst und ermöglichte den angehenden BK-Lehrerinnen die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Projekt.

Die Grundlage des Gestaltungskonzepts wurde über den zukünftigen Standort der Krähe, das Areal des Kesselhauses in der Griesbachstraße entwickelt. Das Kesselhaus, eine ehemalige Textilfabrik, recycelte bunte Stoffe unterschiedlicher Machart und verarbeitete diese weiter. Die Idee der Textilverwertung griffen die Fachlehreranwärterinnen zusammen mit den Viertklässlern auf und setzten sie in einem farbigen Patchwork-Outfit für die Krähe um. Es musste ein besonders schicker Frack sein, da sich im Kesselhaus inzwischen ein renommiertes Sternerestaurant etabliert hat.

           

Innerhalb von 5 Wochen entstanden detaillierte Entwürfe, deren Übertragung auf die große Krähe, das differenzierte Ausarbeiten der Muster, zahlreiche Farb- und Formkorrekturen. Stets entwickelten sich im Gestaltungsprozess neue Ideen. Nur durch die intensive und engagierte Zusammenarbeit von Angela Johe, Jeanette Kasparian, Elisabeth Lehr, Adriana Pallesche und Melinda Sobach gemeinsam mit den Kindern der 4. Klasse, unter der Leitung der Mentorinnen Frau Klitsch-Kipper und Frau Zschernitz, konnte das Projekt in vielen Zusatzstunden gelingen.

Die Anerkennung der künstlerischen Gestaltung wurde dem Kooperationsprojekt zwischen Schule und Pädagogischem Fachseminar anlässlich der Krähen-Prämierung am 25. April 2015, zuteil. Die Jury wählte die elegante Patchwork-Krähe - unter dem Jubel der stolzen Viertklässler - zum Sieger und so gesellte sich zu dem großen, bunten Vogel eine kleine goldene Sieger-Krähe.

         

Die vielen kreativen Krähen dienen im 300. Geburtstagsjahr der Stadt Karlsruhe als Identifikationsfiguren für die Grünwinkler Bürger und die prämierte Patchwork-Krähe lädt, inzwischen an ihrem neuen Standort im Eingangsbereich des Kesselhauses, alle Besucher zum Bewundern ein.

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